Dienstag, 13.10., 19 Uhr
Hermann-Levi-Saal (Konzertsaal im Rathaus) 
Berliner Platz 1
35390 Gießen
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Eintritt: 12 € | erm. 8 € | LZG-Mitglieder und Mitglieder der Kempowski Gesellschaft 4 €
Moderation: Falko Hennig (Kempowski Gesellschaft)
Judith Hermann folgt in Ich möchte zurückgehen in der Zeit den Spuren ihres Großvaters, der während des zweiten Weltkriegs im polnischen Radom stationiert war. Dabei wird deutlich, welche Leerstelle der Großvater in der Familienerinnerung hinterlässt. Hermann begibt sich auf eine Reise nach Polen, weiter zu ihrer Schwester nach Neapel und geht den Fragen von Erinnerung und Vergessen nach. Dabei verbindet sie ihr Schreiben mit seiner lang verschwiegenen Geschichte und protokolliert die fehlgeschlagene familiäre Aufarbeitung. Magisch und magnetisch erzählt die Autorin von Leerstellen in unserer Gesellschaft und der Fragilität des eigenen Lebens und Denkens. »Hermann zeigt ohne Gnade, wie Erinnerungskultur bis heute scheitert. Diese Geschichte könnte auch in tausend anderen deutschen Familien spielen« (Augsburger Allgemeine).
Judith Hermann (*1970 in West-Berlin) debütierte 1998 mit Sommerhaus, später. 2014 veröffentlichte die Autorin mit Aller Liebe Anfang ihren ersten Roman. Für ihr Werk wurde sie mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter der Kleist-Preis und der Friedrich-Hölderlin-Preis. 2021 erschien der Roman Daheim, der für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert wurde, und für den Judith Hermann mit dem Bremer Literaturpreis 2022 ausgezeichnet wurde. Die Autorin lebt und schreibt in Berlin.
Eine Kooperationsveranstaltung mit der Kempowski Gesellschaft e.V., der Arbeitsstelle Holocaustliteratur der Justus-Liebig-Universität Gießen, dem Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen und dem Kulturamt der Stadt Gießen im Rahmen des Literaturfestivals Leseland Hessen, mit freundlicher Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen sowie hr2-kultur