Mittwoch, 30.9., 20:15 Uhr
Kinocenter Gießen
Bahnhofstr. 34
35390 Gießen
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Eintritt: 5 €
Der Kartenverkauf erfolgt über das Kinocenter
Nach einer gescheiterten Ehe entschließt die Diplomarchitektin Franziska Linkerhand, für ein Jahr aus Berlin in eine Provinzstadt zu ziehen. Sie will neu beginnen, auch um sich von dem Professor, mit dem sie zuvor zusammenarbeitete, freizumachen. Die junge Frau ist rigoros und idealistisch. Unbedingt möchte sie Ideal und Wirklichkeit in Übereinstimmung bringen. In der Stadt N. beginnt sie in Schafheutlins Team mitzuarbeiten, der bereits vor den Zwängen der Praxis kapituliert hat. Reibungen und Konflikte sind unvermeidbar. Franziska lernt in dem LKW-Fahrer Trojanovicz einen neuen Mann kennen und lieben. Aber wie im Beruf geht sie auch im Privatleben keine Kompromisse ein und so scheitert diese Beziehung an der bequemen, kompromissbereiten Lebenseinstellung von Trojanovicz. Dafür scheint sich im Arbeitsleben etwas zu tun: Ihr Engagement lockt Schafheutlin aus seiner Resignation und sie profitiert von seinem Realitätssinn. Der Film blickt nicht ohne Kritik auf die DDR, doch bleibt diese milde, manchmal versteckt, aber immer präsent. Die Figuren agieren im bestehenden System und versuchen Lösungen zu finden. Mit Franziska Linkerhand wird eine Idealistin präsentiert, die noch an die Reformfähigkeit glaubt.
In einer Begleitveranstaltung am 24. September wird die Autorin Florentine Anders aus ihrem Roman Die Allee lesen.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Förderverein Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager Gießen e.V. und dem Kinocenter