Marlene Streeruwitz erhält Preis der Literaturhäuser 2020 

Marlene Streeruwitz © Heribert CornMarlene Streeruwitz © Heribert Corn

Die Autorin Marlene Streeruwitz wird mit dem Preis der Literaturhäuser 2020 ausgezeichnet

Der Preis der Literaturhäuser geht in diesem Jahr an die österreichische Autorin und Regisseurin Marlene Streeruwitz. Dieser ist mit 20.000 Euro dotiert und wird am 13.3. im Rahmen einer Veranstaltung am Blauen Sofa auf der Leipziger Buchmesse verliehen.

Einige Tage zuvor, genauer gesagt am Donnerstag, den 5.3., freut sich das LZG, Marlene Streeruwitz mit ihrem Roman Flammenwand um 19 Uhr im Hermann-Levi-Saal (Rathaus, Berliner Platz 1, 35390 Gießen) begrüßen zu dürfen. Der Eintritt ist an diesem Abend frei. Weitere Informationen zu unserer Veranstaltung finden Sie hier.

Die Begründung der Jury:

»Marlene Streeruwitz stellt mit ihrem vielseitigen Werk eine außerordentlich wichtige und politisch profilierte Stimme in der deutschsprachigen Literatur dar. Sie wagt sich damit immer mitten hinein in die Krisen unserer Gegenwart. An ihren zwischen zornigen Befreiungsversuchen und Selbstverlust changierenden Frauenfiguren spielt Streeruwitz verschiedenste Möglichkeiten durch, die mehr oder weniger subtilen Macht- und Gewaltstrukturen unserer Gesellschaften literarisch erfahrbar zu machen. »Seit ihrem Prosa-Debüt von 1996 erfindet Marlene Streeruwitz gealterte Bond-Girls, fragile Lehrerinnen, zähe PR-Expertinnen und kühle Security-Frauen, die sich der Anpassung verweigern, stoisch ihren Alltag durchstehen und die subtilen patriarchalen Machtsysteme aufdecken«, so die Kritikerin Maike Albath. Ihre Bücher und Texte bestechen durch die unkorrumpierbare Klugheit, mit der sie sich der jeweiligen (sozialen, politischen, kulturellen, familiären) Konstellationen annehmen und sie analytisch zerlegen – auch auf die Gefahr hin, dass nichts davon Bestand hat und übrig bleibt. Es geht der Autorin nicht um Destruktion, sondern darum, Zerstörungen als solche sichtbar zu machen und sogar, wo möglich, zu heilen.
Veranstaltungen mit Marlene Streeruwitz versprechen immer engagierte Gespräche auf hohem intellektuellem Niveau, dabei gut nachvollziehbar. Kaum jemand sonst kann so konzise und anschaulich über auch komplexe (literatur-)politische Fragen sprechen. Immer hellwach auf der Bühne, ist sie ebenso streitbar wie zugewandt und sieht genau dorthin, wo sich Literatur, Politik und Leben so verzahnen, dass es wehtut. Die Programmleiterinnen und Programmleiter der im Netzwerk verbundenen Literaturhäuser ehren deshalb Marlene Streeruwitz als eine Autorin, die sich in besonderem Maße um das Gelingen von Literaturveranstaltungen verdient gemacht hat.«

 

Wir gratulieren Marlene Streeruwitz herzlich zum Preis der Literaturhäuser und freuen uns auf die baldige Lesung!

Nähere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Netzwerks der Literaturhäuser.


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