Literarischer Adventskalender 2020 

Auf dieser Seite finden Sie unseren Literarischen Adventskalender mit "literarischer Nahrung" für den Advent in Corona-Zeiten.

Schauen Sie ab 1. Dezember jeden Tag bis Heiligabend vorbei und öffnen Sie per Klick das tägliche Türchen mit ganz persönlichen Buchtipps aus dem LZG-Team, dem Vorstand und der Programmkommission.

Wir wünschen viel Freude bei der literarischen Entdeckungsreise und hoffen sehr, Ihnen mit unserem digitalen Kalender nicht nur Leseinspiration für die Adventszeit zu geben, sondern Ihnen den trüben Corona-Alltag auch ein wenig angenehmer gestalten zu können. 

Passen Sie gut auf sich auf!

Herzlich grüßt
Ihr LZG-Team

24. Dezember

Herzlich Willkommen beim Literarischen Adventskalender des LZG.
Heute öffnen wir das finale 24. Türchen. Schauen Sie gleich nach, welcher Buchtipp sich dahinter verbirgt...

Wir hoffen, dass Ihnen unser Adventskalender gefallen hat und wir Ihnen damit die Adventszeit ein wenig versüßen konnten.
Ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Familie wünschen wir Ihnen!

Herzlich grüßt
Ihr LZG-Team


Hier öffnen Sie das 24. Adventstürchen

 

 

Hinter dem letzten Adventstürchen verbirgt sich ein weihnachtlicher Buchtipp unseres Vorstandsmitglieds Yvonne Castrup-Joeres. Sie empfiehlt Ihnen »Ein Weihnachtsgeschenk für Walter« von Barbara Wersba (Tulipan Verlag, 2000). 

 

Um was geht es?

Um eine schon etwas betagte, durchaus spezielle und äußerst bibliophile Ratte namens Walter, die in die Wohnung einer ebenfalls schon älteren und dabei ebenso eigenbrötlerischen Kinderbuchautorin eingezogen ist. Während sich Walter durch die beeindruckende Bibliothek seiner Mitbewohnerin liest, macht er eines Tages eine schockierende Entdeckung. Ist dies der Anfang vom Ende oder der Beginn von etwas ganz Besonderem?

Das Buch steckt voller kleiner literarischer Anspielungen, die die mutige Spannweite von »Anna Karenina« über »Der große Gatsby« bis hin zu »Harry Potter« wagen. Es ist ein Buch über das Alleinsein, über das Anderssein und über das Dazugehören.

 

Wem würden Sie das Buch empfehlen, wem nicht?

Empfehlen würde ich es allen, die sich schnell ein wenig in Weihnachtsstimmung lesen möchten, dabei kleine Gesten mögen, beides aber nicht im Überfluss brauchen.

Nicht empfehlen würde ich es Menschen, die Weihnachtsstimmung mit fröhlichen Engelchen, großem Fest und uneingeschränkter Heiterkeit verbinden.


23. Dezember

Schön, dass Sie auch heute wieder beim Literarischen Adventskalender des LZG vorbeischauen.
Heute öffnen wir das vorletzte 23. Türchen. Schauen Sie gleich nach, welcher Buchtipp sich dahinter verbirgt...


Hier öffnen Sie das 23. Adventstürchen

 

 

Hinter dem heutigen 23. Adventstürchen verbirgt sich ein Buchtipp unseres Vereinsvorsitzenden Sascha Feuchert. Er empfiehlt Ihnen »Mein Fall« von Josef Haslinger (S. Fischer, 2020).

 

Worum geht es in dem Buch?

Ich durfte fünf Jahre Josef Haslingers »Vize« beim deutschen PEN sein und ich kenne diesen erschreckenden Satz von ihm, den ich mehrfach gehört habe und der mich und andere immer wieder sprachlos gemacht hat: »Irgendwer muss einen ja in die Sexualität einführen – bei mir waren es halt Zisterziensermönche.«
In »Mein Fall« erzählt Haslinger davon, was ihm als Schüler des Sängerknabenkonvikts Stift Zwettl passiert ist und wie es sein Leben geprägt hat. Unaufgeregt, aber mit hoher Intensität schildert der 65-Jährige,  warum er so lange nicht gegen die damaligen Täter vorgegangen ist, sondern erst deren Tod abwartete – und was ihm widerfuhr, nachdem er sich entschlossen hatte, seinen Fall vor die Kommission(en) zu bringen, die den Missbrauch in der katholischen Kirche aufklären sollen. Das schmale Buch (139 Seiten) geht einem lange nach, es ist gerade durch seine ruhige Erzählweise ganz große Literatur.

 

Wem würden Sie das Buch empfehlen, wem nicht?

Das ist natürlich keine klassische Weihnachtslektüre, die einem eine behagliche, leicht konsumierbare Geschichte beschert, aber wer wissen will, inwieweit der Missbrauch auf das Leben eines der bedeutendsten deutschsprachigen Intellektuellen Einfluss genommen hat (oder wo nicht), für den ist dieses Buch genau richtig. Man erfährt zudem eine Menge darüber, wie die Organisationen, die den Opfern eigentlich helfen sollen, in Wirklichkeit funktionieren (es hat etwas Kafkaeskes, wenn Haslinger berichtet, dass er nach den ersten beiden sehr ausführlichen Interviews durch Vertreter dieser Einrichtungen zum »Erstgespräch« gebeten wird). Es ist einer der Texte, die zeigen, wozu bedeutende Literatur in der Lage ist…     


22. Dezember

Herzlich Willkommen beim Literarischen Adventskalender des LZG.
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Hinter dem heutigen 22. Adventstürchen verbirgt sich ein Buchtipp unserer Geschäftsführerin Janine Clemens. Sie empfiehlt Ihnen »Laufen« von Isabel Bogdan (Kiepenheuer & Witsch, 2019).

 

Worum geht es in dem Buch?

Eigentlich steht die 43-jährige Ich-Erzählerin mitten im Leben und ist in einer glücklichen Beziehung, als ihr Partner plötzlich beschließt, sich das Leben zu nehmen. Schuldgefühle und Trauer treffen auf Hilflosigkeit und Verzweiflung. Um irgendwie wieder Boden unter den Füßen zu finden und das Gedankenkarussell zum Stillstand zu bringen, beginnt sie zu laufen. Zunächst ist es nur ein Weglaufen von all dem Seelenschmerz, sie kämpft den schweren Kampf gegen sich selbst, hat weder Atem noch Energie. Doch dann findet die Frau Schritt für Schritt den Rhythmus wieder – beim Laufen wie im Leben...

 

Wem würden Sie das Buch empfehlen, wem nicht?

Alle, die irgendwann einmal untrainiert mit dem Laufen begonnen haben und wissen, wie sich Erschöpfung und schwere Beine anfühlen, werden sich in diesem Roman wiederfinden. Durch den monologisch geschriebenen Text bekommen wir als Leser*innen zudem tiefe Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt einer Frau, der es gelingt, sich aus einer vermeintlich ausweglosen Situationen herauszukämpfen. »Laufen« ist somit auch eine Art Lebensratgeber für alle, denen Ähnliches widerfahren ist.

Das Buch lässt sich nicht einfach herunterlesen. Für diejenigen, die lange, verschachtelte Sätze und unaufhörliche Aneinanderreihungen von Gedanken scheuen, ist das Buch womöglich nichts.


21. Dezember

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Hinter dem 21. Adventstürchen verbirgt sich ein Buchtipp unserer Volontärin Laura Wagenbach. Laura empfiehlt Ihnen »the sun and her flowers« von Rupi Kaur (Simon & Schuster, 2017).

 

Worum geht es in dem Buch?

Die zweite Anthologie der indisch-kanadischen Schriftstellerin widmet sich unter anderem Beziehungen, Verlust, Trauma und dem inneren Heilungsprozess. Im Zentrum stehen meist kurze und leicht zugängliche Zeilen, in denen sie auch Ethnizität und Identität anspricht. Den meisten ihrer Gedichte fügt Kaur außerdem eine kleine Illustration hinzu und erzeugt durch die Verbindung von Text und Bild eine ganz eigene Ästhetik. Die fünf Kapitel gehen mit dem Prozess des persönlichen Wachstums und dem Lebenszyklus einer Blume einher.

Ihre Gedichte sind übrigens ausschließlich in Kleinbuchstaben verfasst und sie vermeidet Satzzeichen. Kaur möchte dadurch allen Buchstaben das gleiche an Gewicht und Bedeutung verleihen.

 

Wem würden Sie das Buch empfehlen, und wem nicht?

Kritische Stimmen bemängeln, dass Lyrik auf sozialen Medien zu Kurznachrichten ausklingen würde. Ich persönlich halte es für eine zeitgenössische Weiterentwicklung von Poesie und denke, dass dies den Zugang zu Literatur fördert. Wer sich gerne erst selbst einen Eindruck über Kaurs Poesie verschaffen möchte, sollte ihr auf Instagram folgen. Dort postet sie regelmäßig Gedichte und zeigt Ausschnitte aus dem Schaffensprozess.

Übrigens erschien diesen Monat ihr drittes Werk »home body«. Ich habe es noch nicht gelesen, aber es verspricht an den Erfolg der beiden ersten Erscheinungen anzuknüpfen und macht sich sicher gut unterm Weihnachtsbaum.


20. Dezember

Schön, dass Sie auch heute wieder beim Literarischen Adventskalender des LZG vorbeischauen.
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Hinter dem 20. Adventstürchen verbirgt sich ein Buchtipp unserer Praktikantin Jannika Kreutz. Jannika empfiehlt Ihnen »Kentauren im Stadtpark. Drei Erzählungen« von Susanne Röckel (Jung und Jung, 2019).

 

Worum geht es in dem Buch?

Die Hauptfiguren befinden sich in schwierigen Lebenssituationen und versuchen diese zu überwinden. In jeder der drei Erzählungen begegnen sie bei der Konfrontation ihrer Probleme unterschiedlichen Fabelwesen, wobei nicht zweifelsfrei deutlich wird, was der Vorstellungskraft der Charaktere entspringt und was tatsächlich Realität ist. Alle im Band enthaltenen Erzählungen weisen Referenzen zu bekannten Mythen auf, spielen jedoch in einer modernen Umgebung und sind zu großen Teilen losgelöst von ihren Vorlagen.

 

Wem würdest du das Buch empfehlen, wem nicht?

Das Buch ist spannend für alle, die es mögen, scheinbar bekannte Motive aus einem ganz neuen Blickwickel zu betrachten und mehrere Deutungen zur Verfügung gestellt zu bekommen. Abraten würde ich von dem Werk, wenn man eine fantastische Geschichte erwartet, die keine Zweifel an der Existenz von Magie und magischen Gestalten zulässt.


19. Dezember

Herzlich Willkommen beim Literarischen Adventskalender des LZG und schön, dass Sie wieder vorbeischauen.
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Hinter dem 19. Adventstürchen verbirgt sich ein Klassiker: LZG-Vorstandsmitglied Nicolaus Webler empfiehlt Ihnen »Der Gehülfe« von Robert Walser (Erstausgabe 1908).

 

Worum geht es in dem Buch?

Robert Walsers Werke liebt man, oder man findet keinen Zugang zu ihnen – entweder, oder. Stellvertretend für sein Werk soll »Der Gehülfe« (1908 erschienen) stehen.

Joseph Marti, der Protagonist, verdingt sich bei einem verschrobenen Erfinder und Unternehmer als »Kontorist«. Er erlebt den stetigen und unaufhaltsamen Untergang des Unternehmens, die Oberflächlichkeit und die nur scheinbar intakte bürgerliche Familie mit einer geistig etwas zurückgebliebenen Tochter. Josephs Verhältnis zur Dame des Hauses ist ambivalent und bleibt offen.

Herausragend aus und kaum einzuordnen in literarische Kategorien und Traditionen ist Robert Walser (1878 – 1956) mit seinem stilistisch und sprachlich einzigartigem Werk. Vieles bleibt in der Schwebe, zu Erklärungen wird – oft uneingelöst – auf spätere Textstellen verwiesen, die/der Leser*in muss sich ein »eigenes Bild« machen, viel Raum bleibt für Deutungen.

 

Wem würden Sie das Buch empfehlen?

Empfohlen sei Walsers Werk allen, die auch an eher abgelegenen Texten interessierten sind. Man muss Walser gelesen haben!


18. Dezember

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Hinter dem 18. Adventstürchen verbirgt sich ein Buchtipp von unserer ehemaligen Praktikantin und Volontärin Ekatherina Doulia. Sie empfiehlt Ihnen »An der Arche um Acht« von Ulrich Hub (Fischer Kinder- und Jugendtaschenbuch, 2017).

 

Um was geht es?

In dem Zweiakter »An der Arche um Acht« müssen sich alle Tiere um acht Uhr an der Arche Noah treffen, um vor der Sintflut gerettet zu werden. Denn Gott ist von den Menschen und Tieren, die sich ständig streiten, enttäuscht. Das Problem ist nur, dass am Nordpol drei Pinguine leben und nicht ohne einander können. Geschickt und mit einem grandiosen Plan schaffen es die drei Freunde, auf die Arche zu kommen und die weiße Taube, Noahs Türsteher und Aufpasser, zu überlisten.

Es folgen einige Tage und Wochen ohne Licht und Essen, in denen die Pinguine über Gott nachdenken. Schließlich werden sie von der Taube erwischt; zum Glück aber erst als die Flut vorbei war und alle Tiere an Land gehen dürfen. Und auch die Pinguine sind trotz der Strapazen überglücklich; und nicht mehr nur zu dritt.

 

Wem würden Sie das Buch empfehlen, und wem nicht?

Das Buch richtet sich in erster Linie an Kinder, ist aber definitiv auch für Erwachsene geeignet. Es stellt die zentralen Fragen der Religion und verleitet zum Nachdenken und Reflektieren. Trotz des ernsten Themas ist die Geschichte aber auch von Witz und Spannung durchflutet und eine ideale Lektüre für einen verregneten Tag mit Kakao auf dem Sofa.


17. Dezember

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Hinter dem 17. Adventstürchen verbirgt sich ein Buchtipp von LZG-Schatzmeister Wilfried Kämpf. Er empfiehlt Ihnen »Mythos Bernsteinzimmer« von Maurice Philip Remy (List Verlag, 2003).

 

Worum geht es in dem Buch?

Brillant recherchiert erzählt Remy über ein Juwel deutscher Geschichte und löst endlich das Rätsel um das sogenannte achte Weltwunder: Das Bernsteinzimmer. Der Krieg der Geheimdienste. Geschichte, die spannender ist als jeder Kriminalroman.

Remy schreibt, das Rätsel zu lösen. Die Überführung des Bernsteinzimmers leitete damals der Kunsthistoriker Dr. Ernstotto Graf zu Solms-Laubach vom Katharinenpalast bei Sankt Petersburg nach Königsberg in das Ordensschloss. Hier soll es verbrannt sein. Da es bis heute nicht gefunden wurde, könnte man ja in den Kellerräumen von Schloss Laubach einmal suchen?

 

Wem würden Sie das Buch empfehlen, und wem nicht?

Allen, die sich für den Kunstraub im Zweiten Weltkrieg interessieren. Denn es geht nicht nur um das Bernsteinzimmer.

Das Buch ist hingegen nichts für Menschen, die kein Interesse an Kunstgeschichte haben.


16. Dezember

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Hinter dem 16. Adventstürchen verbirgt sich ein Buchtipp unseres aktiven Programmkommission-Mitglieds Robert Lembke. Er empfiehlt Ihnen »Die Bedeutung der Baubo. Zur Repräsentation des weiblichen Genitals« von Monika Gsell (Stroemfeld, 2001).

 

Worum geht es in dem Buch?

Baubo? Nie gehört. Wer wissen will, was sich dahinter verbirgt, begibt sich mit der Psychoanalytikerin Monika Gsell auf eine kulturhistorische Reise zu der Frage, was Frau und Mann sehen, wenn – nun ja, das müssen Sie schon selbst herausfinden! »Die Bedeutung der Baubo«  ist ein tiefenpsychologischer Parforceritt von der Antike bis zur Gegenwart – streckenweise erfrischend unakademisch, persönlich und tiefgründig.

 

Wem würden Sie das Buch empfehlen, und wem nicht?

Das nicht ganz leicht zu lesende Buch ist etwas für Menschen, die wissen wollen, ‚was die Welt / im Innersten zusammenhält‘.
Eher nichts ist es aber für solche mit Abneigung gegen Fußnoten und vermeintlichen ‚Schmuddelkram‘.


15. Dezember

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Hinter dem heutigen 15. Adventstürchen verbirgt sich ein Buchtipp unserer Volontärin Beatrice Kaiser. Sie empfiehlt Ihnen »Flugangst 7A«, ein Psychothriller von Sebastian Fitzek (Droemer Knaur Verlag, 2017). 

 

Worum geht es in dem Buch?

Mats Krügers, erfolgreicher Psychiater, muss seine Flugängste überwinden, als sich seine hochschwangere Tochter Nele nach jahrelanger Funkstille bei ihm meldet. Ein Nachtflug Buenos Aires nach Berlin. Mit an Bord ein seelisch labiler Passagier und ehemaliger Patient von Mats. Der Anruf eines Unbekannten, der alles verändert. Mats soll seinen einstigen Patienten, der unter mörderischen Gewaltfantasien litt, dazu bringen, sich und 600 weitere Passagiere in den Tod zu reißen.

 

Wem würden Sie »Flugangst 7A« empfehlen, und wem nicht?

Ich würde das Buch allen empfehlen, die trotz der besinnlichen Weihnachtszeit nicht auf einen mitreißenden Thriller verzichten möchten. Sebastian Fitzek spart auch hier wieder nicht an unerwarteten Wendungen. Vom Buch abraten würden ich all denen, die keinen Einblick in die verworrenen Abgründen des menschlichen Verstandes gewinnen möchten.


14. Dezember

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Hinter dem heutigen 14. Adventstürchen steckt ein Buchtipp unseres aktiven Programmkommission-Mitglieds Sandra Binnert. Sie empfiehlt Ihnen »Nerds retten die Welt. Gespräche mit denen, die es wissen« von Sibylle Berg (KiWi, 2020). 

 

Worum geht es in dem Buch?

Sibylle Berg spricht mit denen, die es wissen. Von der Medizin über die Astrophysik bis zur Politikwissenschaft werden wichtige Fragen und mögliche Antworten im typischen Berg-Stil diskutiert. Dabei holt sie gekonnt verschiedene wissenschaftliche und gesellschaftliche Disziplinen in die eigenen vier Wände und lädt zum Weiterdenken ein.
Also: "Haben Sie sich heute schon um den Zustand der Welt gesorgt?"

Wem empfehlen Sie dieses Buch?
Die Interviews zeigen aktuelle und gesellschaftliche Probleme auf. Für wen ist das Buch also geeignet? Für alle, die gerne einen Blick auf gegenwärtige Diskurse werfen. Für alle, die gerne neue Sachen entdecken. Für alle, die sich über den Zustand der Welt sorgen.


13. Dezember

Herzlich Willkommen beim Literarischen Adventskalender des LZG.
Heute öffnen wir das 13. Türchen - und feiern das Luciafest! Schauen Sie gleich nach, welcher Buchtipp sich dahinter verbirgt.


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Hinter dem heutigen 13. Adventstürchen steckt ein Kinder-Buchtipp unseres Vorstandsmitglieds Yvonne Castrup-Joeres. Sie empfiehlt Ihnen »Warum Luzia Licht ins Dunkel bringt« von Marlene Fritsch / Elli Bruder (Patmos Verlag, 2017). 

 

Um was geht es in diesem Kinderbuch?

Um Luzia, genauer: um die heilige Lucia von Syrakus. Ein Blick über den Tellerrand der eigenen Gewohnheiten und Bräuche lohnt immer, insbesondere zusammen mit Kindern. In Schweden etwa ist ein fester Bestandteil der Vorweihnachtszeit das Lucia-Fest, das am 13. Dezember gefeiert wird. Neben Gesang und Gebäck darf auch eine mit Lichterkranz und weißem Gewand ausgestattete Lucia nicht fehlen. Das Buch erzählt kindgerecht aus dem Leben der historischen Luzia, wer sie war, was sie tat und weshalb sie einen Kranz mit Kerzen auf dem Kopf trug. Eine kluge Erzählung mit liebevollen Illustrationen, die Kindern die Bedeutung von Nächstenliebe und Mut aufzeigt und zugleich einen schönen Brauch nordischer Länder erklärt. Dazu am besten Lucia-Lieder hören und eine Kerze anzünden.

 

Wem würden Sie das Buch empfehlen, und wem nicht?

Empfehlenswert für jeden, der in der Vorweihnachtszeit auch gerne mal anderswo hinschaut und für jeden, der sich immer schon fragte, warum Lucia Kerzen auf dem Kopf hat. 

Nicht empfehlenswert, wenn man keine Möglichkeit hat, den Adventskranz in Sicherheit zu bringen: Es soll schon vorgekommen sein, dass das ein oder andere Kind ihn sich nach dem Vorlesen mal kurz ausgeliehen hat, um Lucia zu spielen….


12. Dezember

Halbzeit beim Literarischen Adventskalender des LZG... Herzlich Willkommen zurück!
Wir öffnen heute das 12. Türchen. Schauen Sie gleich nach, welcher Buchtipp sich dahinter verbirgt...


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Hinter dem heutigen zwölften Adventstürchen steckt ein Buchtipp unseres Vorstandsmitglieds Nicolaus Webler. Er empfiehlt Ihnen »Wir selbst« von Gerhard Sawatzky (Galiani, 2020).

 

Worum geht es in dem Buch?
Unmittelbar vor seiner Drucklegung wurde der Roman von Stalin verboten. Galt das Werk als verschollen, konnte es von Carsten Gansel wieder aufgefunden und mit einem umfangreichen Anhang im Jahr 2020 herausgegeben werden.

Geschildert werden die Kollektivierungen in der „Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik der Wolgadeutschen“. Dies jedoch lebensnah, realistisch und spannend zu lesen anhand eines Liebespaares, Elly Kraus und Heinrich Kempel. Lebt Heinrich in einem Dorf, so ist Elly Arbeiterin in einer städtischen Weberei. Damit konnte Sawatzky die Probleme, Intrigen, Rückschläge aber auch Erfolge des neuen Wirtschaftens eindrücklich schildern.

 

Wem empfehlen Sie dieses Buch?
Empfohlen sei das Buch jedem, der sich für die Anfangsphase der Sowjetunion interessiert und diese in einem überaus lesenswerten und gut geschriebenen Roman näher kennenlernen will.


11. Dezember

Herzlich Willkommen beim Literarischen Adventskalender des LZG.
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Hinter dem heutigen elften Adventstürchen verbirgt sich Lesestoff von der Longlist des Deutschen Buchpreises 2020.
LZG-Vorstandsmitglied Christina Hohenemser empfiehlt Ihnen »Die Unschärfe der Welt« von Iris Wolff (Klett-Cotta, 2020).

 

Um was geht es?

Aus sieben Figurenperspektiven in vier Generationen wird das dörfliche Leben einer rumänisch-deutschen Familie im Banat erzählt. Trotz räumlicher Distanzen, Verlust- und Fluchterfahrungen sind es die Beziehungen, Freundschaften, Sehnsüchte und Glücksvorstellungen, die alle miteinander verbinden, die Nähe entstehen und leben lassen - das alles in einer unglaublich poetischen Sprache…

 

Wem würden Sie »Die Unschärfe der Welt« empfehlen?

Allen, die sich für eine poetische Darstellung komplexer Familiengeschichten mit Schicksalserfahrungen anderer Kulturen interessieren.


10. Dezember

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Hinter dem heutigen zehnten Adventstürchen steckt eine ausführliche Buchempfehlung von Otfrid Ehrismann, einem aktiven Mitglied der LZG-Programmkommission. Er empfiehlt Ihnen »Heimwehland. Flucht – Vertreibung – Erinnerung. Ein literarisches Lesebuch«, hrsg. von Axel Dornemann (Olms-Verlag, 2018)
 

 

Worum geht es in dem Buch?

Berühmte Namen sind hier versammelt: Arno Schmidt, Horst Bienek, Walter Kempowski, Christa Wolf, Anna Seghers, Peter Härtling, Christine Brückner, Heinz Piontek, Siegfried Lenz, Günter Grass und viele mehr: 75 kleinere Narrative, epische und lyrische, in sieben großen Themenbereichen: Das Zögern zu fliehen (1), die Völkerwanderung (2), der alte Dialekt (3), der frostige Empfang (4), erinnertes Leben »im Osten« (5); als Gast in der alten Heimat (6) und im 7. Kapitel schließlich die lyrischen Texte.

Warum habe ich, fast 80-jährig, also wesentlich Nachkriegskind, zum Buch gegriffen? Das schöne Titelwort »Heimwehland« – da wird Selbsterlebtes lebendig. Wenn seinerzeit auch nur evakuiert – von Hamburg in ein schwäbisches 100-Seelen-Bauerndorf; dort ausgebombt. Für die heutige Erinnerung sind es die ersten Erlebnisse des damals 4-Jährigen. Noch lebendig; das bleibt. Wie es der Community dieses Buches geblieben ist…

 

Wem empfehlen Sie dieses literarische Lesebuch?

Lesenswert ist es für jede Generation – ein Geschichtsbuch für alle, die (Zwangs-)Migration (außer- oder innerhalb des eigenen Landes) erlebt haben oder auch nur begreifen wollen – gerade heute. ‚Bunt‘ war unser Land schon immer, mit einem Erbe, das es nicht nur belastet, sondern auch schmückt.

Jenseits dieser Aktualität empfiehlt sich das Buch auch für nachdenkliche Lesende: Wie verfärbt die Erinnerung das einst Erlebte? Welche produktiven Kräfte setzt sie frei? »So ist mir«, schreibt Günther Grass, »die verlorene Heimat zum andauernden Anlaß für zwanghaftes Erinnern, das heißt für das Schreiben aus Obsession geworden«. Auch Peter Kurzeck, den ich aber im Buch vermisse, der 1946 aus Böhmen vertrieben wurde und bettelarm mit Mutter und Schwester im oberhessischen Staufenberg angekommen war, erzählt einmal: »Aufgewachsen in einem Dorf, in dem die Menschen, die Einwohner eh und je mit Fremden nicht reden konnten. Dort auch fremd. Aus Böhmen. Das bleibt«. Konnte man sich als Kind eingewöhnen, so als Erwachsener nur schwer: »Nachher«, beobachtet der kleine Peter, »standen die fremden Mütter mit ihren Schürzen und Kopftüchern noch ewig beim Tor, unterm Lindenbaum und […] schwatzten endlos mit- und durcheinander […]. So ein liebloser Dialekt, fand meine Mutter und […] verstand sie oft nichtmal beim Einkaufen […]«.


9. Dezember

Herzlich Willkommen beim Literarischen Adventskalender des LZG.
Heute öffnen wir das 9. Türchen. Schauen Sie gleich nach, welcher Buchtipp sich dahinter verbirgt...


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Achtung, jetzt wird's skurril! Hinter dem heutigen neunten Adventstürchen verbirgt sich ein Buchtipp unserer Praktikantin Ronja Wolf. Ronja empfiehlt Ihnen »Die Verwandelten« von Thomas Brussig (Wallstein, 2020).

 

Worum geht es in dem Buch?

In einem Provinzkaff in Mecklenburg verwandeln sich eines Abends zwei Teenager in einer Autowaschanlage in Waschbären. Ebenso aberwitzig wie es klingt, ist es auch. Neben den Fragen, wie man so etwas seinen Eltern erklärt und ob man als Waschbär zum Haus- oder Tierarzt geht, beschäftigt sich der Roman auf eine ebenso humorvolle wie ernste Art damit, wie Menschen mit so etwas umgehen würden. 

 

Wem würdest Du »Die Verwandelten«  empfehlen?

»Die Verwandelten« ist etwas für jeden, der die richtige Mischung aus Humor und Ernst mag, denn zwischen vielen komischen Situationen versteckt sich eine erschütternde und kritische Geschichte.

 

Wem würdest Du den Roman eher nicht empfehlen?

Allen, denen die Vorliebe für absurden Humor fehlt.


8. Dezember

Willkommen zurück beim Literarischen Adventskalender des LZG.
Heute öffnen wir bereits das 8. Türchen. Schauen Sie gleich nach, welcher Buchtipp sich dahinter verbirgt...


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Hinter dem heutigen achten Adventstürchen verbirgt sich Lesestoff von der Longlist des Deutschen Buchpreises 2020...
LZG-Vorstandsmitglied Christina Hohenemser empfiehlt Ihnen »Die Infantin trägt den Scheitel links« von Helena Adler (Jung und Jung, 2020).

 

Worum geht es in dem Buch?

„Von einem kleinen Mädchen, das sich nicht kleinkriegen lässt“, so steht es auf der Rückseite des Buchcovers. Adler beschreibt die aus der Perspektive des kleinen Mädchens erzählte schreckliche Kindheit und das Aufbegehren in einer mehr als düsteren Familie eines österreichischen Bergdorfes. Sprachgewaltig und provozierend, gespickt mit derber Selbstironie und Bezügen zu apokalyptischen Bildern aus der Kunstgeschichte bleibt vielleicht mancher Leserin oder manchem Leser das Lachen im Halse stecken.

 

Wem würden Sie das Buch von Helena Adler empfehlen?

Allen, die sich auf eine in derber Sprache und mit Humor gestaltete verstörende Szenarie mit Vergnügen einlassen wollen.

 

Wem würdem Sie das Buch eher nicht empfehlen?

Allen, die eine Vorliebe für idyllische Heimatromane haben und empfindsam auf derbe Sprachakrobatik reagieren.   


7. Dezember

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Hinter dem heutigen Adventstürchen steckt ein Buchtipp unserer Volontärin Tabea Knispel. Tabea empfiehlt Ihnen »Ein wenig Leben« von Hanya Yanagihara (Piper, 2018)

 

Um was geht es?

»Ein wenig Leben« erzählt auf intensive Weise von der lebenslangen Freundschaft zwischen vier Männern, die sich am College kennenlernten. Jude St. Francis, dessen Herkunft unbekannt ist, da er als Baby ausgesetzt wurde, steht dabei im Zentrum der Handlung. Ebenso wie seine Freunde, werden die Leser*innen nach und nach immer tiefer in die finsteren Abgründe seiner Vergangenheit gesogen. Zwischen Traurigkeit, Wut, Hilflosigkeit Liebe, Freundschaft und Güte bewegt sich dieser Roman auf einnehmende Weise an den Grenzen des Erträglichen. Nicht ohne Grund wird dieser Roman von verschiedenen Stimmen als literarisches Meisterwerk bezeichnet.

   

Wem würdest Du das Buch empfehlen?

Leser*innen, die Lust auf eine intensive Gefühlreise haben und Freundschaft als wahre Liebe erfahren möchten, sollten sich dieses Kunstwerk nicht entgehen lassen.

Hingegen ist zu betonen, dass der Roman traumatische Themen wie Missbrauch und Selbstverletzung thematisiert und somit als Trigger wirken kann.


6. Dezember

Herzlich Willkommen beim Literarischen Adventskalender des LZG.
Heute, am Nikolaustag, öffnen wir das 6. Türchen. Schauen Sie gleich nach, welcher Buchtipp sich dahinter verbirgt...


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Am heutigen Nikolaustag öffnen wir für Sie das sechste Türchen... Dahinter verbirgt sich ein Buchtipp unseres Programmkomission-Mitglieds Dirk Wamser, der Ihnen »​Das Leben, das wir begraben« von Allen Eskins empfiehlt (Festa-Verlag, 2018).

 

Um was geht es in dem Buch?

Joe Talbert, der nach prekären Jobs endlich das Geld für das College zusammen hat, führt für eine Biografie-Hausarbeit ein Interview mit dem verurteilten Mörder Carl Iverson, der, schwer krebskrank, für seine letzten Wochen aus dem Gefängnis entlassen wurde. Doch nicht alles ist so wie es zunächst scheint. Und da sind auch noch seine alkoholkranke Mutter und sein autistischer Bruder sowie die abweisende, aber faszinierende Wohnungsnachbarin Lila...

Eine Coming-of-Age-Geschichte im winterlichen Minnesota, die sich in der zweiten Hälfte zu einem veritablen Thriller entwickelt und völlig zu Recht etliche Preise in den USA gewonnen hat.

 

Wem würden Sie das Buch empfehlen?

Jedem, der Interesse an einem intelligent gemachten Krimi hat, der mit der Entwicklung der Protagonisten, dem Vietnamkrieg und der amerikanischen Justizsystem als Hintergrund auch darüber hinausgeht.

 

Und wem empfehlen Sie das Buch eher nicht?

Wer keine Thriller mag, wird mit dem zweiten Teil vielleicht weniger glücklich.


5. Dezember

Herzlich Willkommen beim Literarischen Adventskalender des LZG.
Heute öffnen wir das 5. Türchen. Schauen Sie gleich nach, welcher Buchtipp sich dahinter verbirgt...


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Hinter unserem fünften Adventstürchen verbirgt sich ein Buchtipp von LZG-Vorstandsmitglied Kirsten Prinz, die auch in der LZG-Programmkommission aktiv ist. Kirsten empfiehlt Ihnen »​Die Madonna im Pelzmantel« von Sabahattin Ali (Dörlemann, 2008).

 

Worum geht es in dem Buch?
Es ist ein Berlin-Roman der besonderen Art: Der unscheinbare Familienvater Raif Efendi arbeitet als Übersetzer bei einer Firma in Ankara. Doch kaum jemand weiß, dass seine guten Deutschkenntnisse aus seiner Berliner Zeit stammen und er noch immer an seine damalige Geliebte, die Malerin Maria Puder, denkt. Ein Großstadtroman von einem türkischen Autor erzählt, der das Berlin der Zwanziger Jahre selbst erlebt hat.

 

Wem empfehlen Sie das Buch, wem eher nicht?
Ich empfehle das Buch allen, die ein Faible für Literatur der Weimarer Republik haben und zugleich einen frühen türkischen Roman kennenlernen möchten. Rosamunde-Pilcher-Fans haben daran wahrscheinlich weniger Freude (oder konzentrieren sich gleich auf die Liebesgeschichte).


4. Dezember

Herzlich Willkommen beim Literarischen Adventskalender des LZG.
Heute öffnen wir das 4. Türchen. Schauen Sie gleich nach, welcher Buchtipp sich dahinter verbirgt...


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©PIPER

 

Für Sie fotografiert: Christrose aus dem Garten unseres Vorstandsmitglieds Marina Gust

Hinter unserem vierten Adventstürchen verbirgt sich eine literarische Neuerscheinung: Der  Buchtipp kommt von unserem LZG-Vorstandsmitglied Marina Gust. Sie empfiehlt Ihnen »​Grand Hotel Europa« von Ilja Leonard Pfeijffer (Piper Verlag, 2020)

 

Um was geht es in den Buch?

Es ist ein Roman, bestehend aus vielen Geschichten, die alle das große Thema „Europäische Identität“ reflektieren. Mal als Liebesgeschichte zwischen einem Holländer und einer altadligen Italienerin, mal als Geschichte eines Geflüchteten oder eines in die Jahre gekommenen Grand Hotels, das von Chinesen übernommen wird und sich dabei in ein europäisches Disneyland verwandelt. Mit dabei sind u.a. auch der italienische Maler Caravaggio und ein Filmteam, welches das Thema Massentourismus und seine Folgen bearbeiten möchte. Genügend Stoff, um neugierig zu werden, oder?

 

Wem würden Sie das Buch empfehlen und wem eher nicht?

Nicht zu empfehlen für Krimi-, Romanzen-Freunde und ungeduldige Leser, die einen geraden Plot bevorzugen. Für alle Freunde des alten und sich hoffentlich neu erfindenden Europas ist diese Lektüre Pflicht und ein großes Vergnügen.


3. Dezember

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In unserem heutigen dritten Adventstürchen steckt ein musikalischer Buchtipp: LZG-Vorstandsmitglied Marco Rasch empfiehlt Ihnen »Sie wollen uns erzählen - 10 Tocotronic-Songcomics« von Michael Büsselberg (Hrsg.) (Ventil Verlag 2020).


Um was geht es in dem Buch?
Die 1993 in Hamburg gegründete Band Tocotronic hat sich zu einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Bands der Gegenwart entwickelt und kann auf mittlerweile zwölf Studioalben zurückblicken. In »Sie wollen uns erzählen« zeigen zehn Comickünstler*innen und Illustrator*innen ihre ganz eigenen, liebevollen Interpretationen ihrer liebsten Tocotronic-Songs - besser als jedes Musikvideo!
Jeder Song-Comic wird von Dirk von Lowtzow, Sänger und Texter der Band, mit einer Anmerkung eingeleitet. Als Zugabe steuert Arne Zank, Tocotronic-Schlagzeuger und Illustrator, ein Comic über das Kennenlernen der Band bei.

 

Wem empfehlen Sie dieses Buch?
»Sie wollen uns erzählen« ist nicht nur allen Tocotronic-Fans zu empfehlen, sondern auch allen, die Comics/Graphic-Novels mögen sowie allen Liebhaber*innen guter Musik (und Literatur).


2. Dezember

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Hinter dem zweiten Adventstürchen verbirgt sich ein Buchtipp unseres LZG-Vorstandsmitglieds Andrea Rummel, die uns hier auf besondere Weise an ihrem Leseerlebnis teilhaben lässt. Andrea empfiehlt Ihnen
»
The White Road / Die Weiße Straße« von Edmund de Waal (Zsolnay-Verlag, 2016)

 

Um was geht es in dem Buch?

Es ist ein Buch, das prima passt zu meiner Teetasse, »Maria Weiß« von meiner Großtante. Ich habe mir einen wirklich feinen Tee gekocht, weil es draußen etwas nasskalt ist und auch schon etwas dämmrig. Ich mag schönen Tee und schönes Porzellan...
Auch Edmund de Waal mag schönes Porzellan, ist fasziniert von der Materialität, man mag fast sagen, besessen davon. Und er begibt sich auf eine Reise in die Geschichte des Porzellans. Ich mag Reisen. Und weil es davon im Moment viel zu wenig gibt, reise ich jetzt eben im Sofa, mit meiner Teetasse und Edmund de Waal. Nach China. Nach Dresden. In die Vergangenheit. In die spannende Geschichte des Porzellans. In die Geschichte des Weiß, des Unbekannten, des Nichtgeschriebenen. Ein großartiges Buch. Und de Waal schenkt uns übrigens auch eine großartige Ausstellung – die „Library of Exile“ im British Museum. Auch dahin kann man vom Sofa aus reisen. Viel Spaß!

 

Wem würden Sie »The White Road / Die Weiße Straße« empfehlen?

Für wen? Für alle, die gerne reisen. Für alle, die schöne Dinge mögen. Für alle, die Geschichte einmal ganz anders erlesen wollen. Für alle, die altes Porzellan im Schrank Ihrer Großtante haben.

 


1. Dezember

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Hinter dem ersten Adventstürchen verbirgt sich ein Buchtipp unserer Praktikantin Jannika Kreutz. Sie empfiehlt Ihnen »Satoru und das Geheimnis des Glücks. Reisebericht einer Katze« von Hiro Arikawa (Heyne-Verlag, 2017)

 

Um was geht es in dem Buch?

Es geht um den Menschen Satoru und den Kater Nana, aus dessen oft ironischer Perspektive ein großer Teil der Geschichte geschrieben ist. Die beiden Freunde treten eine gemeinsame Reise durch Satorus Vergangenheit an, als dieser versucht, einen neuen Besitzer für seinen Kater zu finden und sich zu diesem Zweck an alte Freunde wendet. Nana ist skeptisch, er sieht keinen Grund dazu, Satorus Seite zu verlassen.

 

Wem würdest Du »Satoru und das Geheimnis des Glücks« empfehlen, und wem nicht?

Ich würde das Buch allen empfehlen, die gefühlvoll erzählte Romane und den etwas anderen Humor japanischer Autoren mögen.Vom Buch abraten würde ich jenen, die traurige Geschichten oder Ironie nicht mögen.

 

 



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