Geisterbahn. Ursula Krechel liest aus ihrem neuesten Roman 

Ursula Krechel © Gunter GlücklichUrsula Krechel © Gunter Glücklich

Dienstag, 9.4., 19:30 Uhr

Hermann-Levi-Saal
Konzertsaal im Rathaus
Berliner Platz 1
35390 Gießen

 

Eintritt: 7 € | 5 € erm. | LZG-Mitglieder 3 €

VVK: Tourist-Info Gießen
Für LZG-Mitglieder über das LZG-Büro

Moderation: Heidrun Helwig (Gießener Anzeiger)

Wie schon in ihren vielfach ausgezeichneten Romanen Shanghai fern von wo und Landgericht beschäftigt sich Ursula Krechel auch in ihrem neuen Werk Geisterbahn mit der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Ihre Erzählung von der Familie Dorn spannt sich über beinahe hundert Jahre. Als Sinti sind sie infolge der mörderischen Politik des NS-Regimes organisierter Willkür ausgesetzt. Am Ende des Krieges haben sie den Großteil ihrer Familie, ihre Existenzgrundlage und jedes Vertrauen in Nachbarn und Institutionen verloren. Anna, das jüngste der Kinder, sitzt nach dem Krieg mit anderen Kindern in einer Klasse. Sie teilen vieles, nur nicht die Geister der Vergangenheit. Mit großer sprachlicher Eleganz lässt Krechel vermeintlich Vergangenes auf bewegende und bedrängende Weise gegenwärtig werden.

Ursula Krechel (*1947 in Trier) lebt heute in Berlin. Sie studierte Germanistik, Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte. 1974 debütierte sie mit dem Theaterstück Erika, das in sechs Sprachen übersetzt wurde. Für ihre Gedichtbände, Essays und Romane wurde sie mit zahlreichen Preisen, u.a. mit dem Deutschen Buchpreis, ausgezeichnet.

In Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Gießen.


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